Anwendungsbeispiel. Vermessen von Stranggießanlagen.
Das Stranggießen steht für ein kontinuierliches Verfahren in der industriellen Fertigung, welches flüssiges Metall zu einem Strang gießt. Die genaue Strangführung erfolgt über Rollengruppen, die je nach Anlagentyp in verschiedenen geometrischen Konfigurationen angeordnet sind. Gerade für qualitativ hochwertige Erzeugnisse (beispielhaft Brammen) ist die geometrisch genaue Anordnung der Rollen in der Anlage unumgänglich. Die kleinsten Abweichungen führen zu kostenintensiven Fehlproduktionen.
Kunden:
Stahlwerke, Stahlwerklieferanten
Messaufgaben:
- Messungen beim Neubau von Anlagen
- Vermessung einzelner Anlagenkomponenten
- Abstecken und Einrichten / Justieren von Widerlagerpunkten auf Betonfundamenten
- Einmessung und Einrichtung der Segmentauflageflächen
- Einmessung des Rollenteppichs
- Einpassung der Kokille
- Messungen bei der Modernisierung von Anlagen
- Bestimmung des Bezugskoordinatensystems, Einmessung der vorhandenen Anlagenteile, ggfls. Justierung
- Abstecken und Einrichten /Justieren von Widerlagerpunkten auf Betonfundamenten
- Einpassung neuer Anlagenteile in die vorhandene Situation
- Messungen bei Wartungen und Stillstandzeiten von Anlagen
- Einmessung und Einrichtung der Segmentauflageflächen
- Einmessung des Rollenteppichs
- Einpassung der Kokille
- Messung von Segmentübergängen
- Vermessung einzelner Anlagenkomponenten (Segmente)
Messgenauigkeit:
- Häufig im Bereich 1/10 mm über das ganze Messvolumen
Messvolumen:
- Abhängig vom Anlagentyp, ca. 15 m x 5 m x 12 m
Messprinzip:
- 3D Koordinatenbestimmung durch Winkel- und Streckenmessung
- Laser Tracker
- Tachymeter
Messmethode:
- Überbestimmte, redundante Messungen zur Sicherung und Ermittlung der Messgenauigkeit
- Hohe Gewichtung der nachbarschaftlichen Beziehungen der Segmente
- Priorität 1: Vermeidung von Übergangsfehlern
- Priorität 2: globale Genauigkeit der Anlage
- Selbstreferenzierungskonzept – dadurch können komplette Stranggießanlagen ohne Entfernen der Oberrahmen schnell vermessen werden